Liebe kann man nicht erzwingen

Kennst du noch das kleine Mädchen mit den dunklen Haaren und ihrer, fast wie Schnee, weißen Haut?

Sie liebt es alleine durch die Natur und durch die Straßen ihrer Stadt zu schlendern. Menschen zu betrachten und Bücher zu lesen, ist ihre Sehnsucht.

Das Schreiben ihrer Gedanken ist wie eine selbstheilende Therapie. Ihre Kopfhörer, ohne die sie ihre Musik nicht hören kann, sind notwenig. Die Worte und die Melodien der Lieder, die sie erfüllen, lassen sie erwecken. Es ist Samstagabend und das Einzige was sie möchte, ist ihre eigene Gesellschaft. Sie liest und die Zeit vergeht. Das tut ihr gut. Ihre Wunden dürfen allmählich heilen und ein neuer Kapitel öffnet sich für sie. Es gibt noch ein paar Seiten, die sie noch etwas tiefer lesen muss, damit sie mit ihrem alten Kapitel abschließen kann und ein neues beginnen kann. Es gibt einige Charaktere, die sie akzeptieren muss.

Nicht jeder ist sanft.

Das ist okay, aber die Akzeptanz und das Verständnis, sind die Basis zum Leben. Ein Charakter scheint im Buch so offensiv zu sein und eine kalte Schicht zu haben, obwohl das nur selbstzerstörend ist. Ja, es ist selbstzerstörend findet sie. Mit dem ein oder anderen kann sie sich identifizieren. Ein Charakter in diesem Buch weist Menschen von sich ab, da diese Person Angst hat, ihre Gefühle zu zeigen und nicht geliebt zu werden. Dieser wechselt sein Gesicht, wie Tag und Nacht in einem ruckartigen Moment. Nicht bösartig gemeint, nur aus Schutz. Ein bisschen wie an Karneval in Venedig. Das Wechseln von Masken als Schutz wird zum Alltag. Aus Angst. Während sie diese Zeilen liest kommen ihr die Tränen. Sie steht auf, um sie abzuwischen und blickt in dem Spiegel. Ihre Augen sind rot vom Weinen. Wieso?

Ich bin so glücklich. Ich habe vieles erkannt, schießt ihr durch den Kopf.

Sie ist glücklich, endlich stärker geworden zu sein. Damals hatte sie dieselbe Angst wie er. Sie weinte aus Verständnis. Sie wusste wieso er so abweisend und kalt war. Sein Herz war warm. Nicht wie sein Äußeres. Das ist nur sein selbstzerstörender Schutz, der nicht nutzend war. Sie hat in der Zeit niemanden kennengelernt, der sie innig liebte. Sie hatte sich und ihre Familie. Das war ihr zuhause. In ihrem Zuhause, indem Liebe, Vertrauen, Ehrlichkeit und Respekt an erster Stelle gelten und schon immer galten. Sie verstand, dass jemandem hinterher zu trauern und laufen, nichts mehr als niedrige Energien anzog. Es hat alles seine Gründe. Wer dich liebt, auch freundschaftlich, wird es dir zeigen. Mit Worten und mit Taten. Der Mensch in dem Buch hat wiederum jemanden kennengelernt, der ihn unterstützen möchte. Doch aus Angst, Fallen gelassen zu werden, stoß er sie ab. Das tat weh. Es fühlte sich wie ein unbeschreiblich schlimmes Stechen im Magen, an. Das konnte die junge Leserin durch die Worte der Autorin spüren. Das ist der tiefe Schmerz. Sie war bereit mit ihm und ihrem Herz in der Hand, zu reden. Dieses Leben gibt und nimmt dir Dinge, deshalb schätze jeden und alles im Leben. No Risk, no Fun. Oder nicht? Das braunhaarige Mädchen streift sich die Tränen ab.

Sie wusste, dieser Mensch hatte ein Herz voller Liebe, aber er war ängstlich.

Er ließ das Mädchen nicht an sich heran. Sie wusste, sie sollte ihn sein lassen, denn man kann nichts erzwingen. Du kannst nicht geliebt werden, erzwingen oder anderes. Akzeptiere es. Etwas zu erzwingen ist nur dein Egoismus. Beschäftige dich mehr mit dir selbst und arbeite an dir selbst. Du bist alles Wert. Liebe kann man nicht erzwingen. Manchmal sucht man etwas in anderen Menschen, weil es in dir fehlt. Verstehst du?

Oftmals zieht man die Ängste, Unsicherheiten und Sorgen an, vor denen man am Meisten Angst hat. Deshalb wäre es wichtig seinen eigenen Wert zu erkennen, sich selbst und alles andere mit Liebe zu betrachten.

Sorge für dich, als wärst du die Liebe deines Lebens.

Jeder ist für sich selbst zuständig. Das Mädchen aus dem Buch, ließ ihn sein.

Er hatte immer eine Stelle in ihrem Herzen, als Freund. Die Leserin schaute sich ein zweites Mal in dem Spiegel an, das in ihrem Zimmer hing. Sie wusste jeden zu schätzen und sie wusste, dass ihre alte Verlustangst, nur ihr fehlender Selbstwert war.

Sie wusste nicht zu was sie fähig war und wieviel sie wirklich wert war.

Sie hatte immer Angst, sich bei Menschen vollständig zu öffnen.

Das Leben lässt dich lieben. Du hast es in der Hand wie sehr du das Leben liebst und dich das Leben liebt. Das Leben spiegelt, Gedanken, Worten und Taten

Mit Liebe deine Freundin Sara<3